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Öffentliche Veranstaltungen

Schneeblumen-Gedenken - Veranstaltung leider abgesagt

Weitere Informationen hier:


Lesungen aus dem Taschenbuch "Schneeblumen"

Das Schneeblumen-Taschenbuch*, das im April 2021 in Herausgeberschaft des Notenspur Leipzig e.V. im Verlag Hentrich & Hentrich erschienen ist, erzählt die berührende Geschichte einer Überlebenden des KZ-Buchenwald Außenlagers Markkleeberg, Zahava Szász Stessel.

Zwei Lesungen finden im Rahmen von Leipzig liest extra in Markkleeberg und Leipzig statt.

Datum: Donnerstag, 27. Mai 2021, 20 Uhr
Ort: Stadtbibliothek Markkleeberg, Geschwister-Scholl-Str. 2a

Musikalische Begleitung: Konstanze Pietschmann, Cello

Datum: Samstag, 29. Mai 2021, 18 Uhr
Ort: Standort ehemalige Ez Chaim-Synagoge, Apels Garten 4

Musikalische Begleitung: Konstanze Pietschmann, Cello

Eintritt: frei 

Regenvarianten stehen zur Verfügung. Bitte informieren Sie sich kurz vor Veranstaltungsbeginn hier.


Wir feiern, singen, tanzen!

Die Veranstaltung Wir feiern, singen, tanzen!" vermittelt Schülerinnen und Schülern der vierten bis sechsten Klassen erlebnisorientiert jüdische Kultur am Beispiel des Purimfestes. Dieses Fest, welches an die Rettung der persischen Juden erinnert, ist aufgrund seines fröhlichen Anlasses besonders gut dazu geeignet. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden dabei tanzen, singen und traditionelles Gebäck kosten. Besondere Höhepunkte sind die Mitwirkung des Rabbiners Zsolt Balla und die Vorstellung des Notenbogen-Entdeckerpasses „Jüdischen Musikern in Leipzig auf der Spur“. Der Entdeckerpass regt an zur Spurensuche mitten in der Stadt Leipzig. Durch die Kombination von Musik, Tanz, Geschichte und Gegenwart wird ein lebendiger Zugang zu jüdischer Kultur und Religion geschaffen. Die Veranstaltung ist geeignet zur Vertiefung des Stoffes zur jüdischen Kultur in den Fachbereichen Ethik, Geschichte, Religion, Musik und Sachkunde.

Projektpartner: Ariowitsch-Haus e.V.

Datum: 29. Juni 2021, 9:30-11:00 und 11:30-13:00 Uhr

Ort: Ariowitsch-Haus

Eintritt: frei

Teilnahmemöglichkeit für Schulklassen nur nach Anmeldung unter hutzler(at)notenspur-leipzig.de bis zum 15. Juni 2021


Jüdisches Leben, Glaube und Kultur – Themenabend zum Leipziger Hörspielsommer

Im Zentrum eines Themenabends mit Hörspielen, Interviews und Musik steht das deutsch-jüdische Miteinander in Leipzig seit der Zeit, als Juden in Deutschland schrittweise die gleichen Bürgerrechte wie Nichtjuden erhielten. Die Hörspiele ranken sich um Synagogen als Orte, die Menschen Heimat und Halt geben können, um wiederkehrende Fluchterfahrungen jüdischer Menschen, um den Reichtum der jüdischen Kultur am Beispiel der Musik und um das Ringen der jüdischen Gemeinde, ihren Weg in Deutschland zwischen liberalen und orthodoxen Glaubens- und Lebenserfahrungen neu zu finden. Große Persönlichkeiten – Brückenbauer zwischen den Kulturen trotz Diskriminierung sowie Zeiten eines wechselseitig bereichernden Austausches – bieten Anknüpfungspunkte für ein neues Miteinander von Juden und Nichtjuden in Deutschland.

Datum: 8. Juli 2021, 18–22 Uhr

Ort: Richard-Wagner-Hain (Ostseite)

Eintritt: frei

Projektpartner: Hörspielsommer, Hochschule für Technik Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK, Projekt- und Veranstaltungsmanagement)


Wandelkonzert auf dem Fahrrad – Notenrad-Tour zu jüdischen Friedhöfen

Im Jubiläumsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ widmet der Notenspur-Verein seine Notenrad-Tour der jüdischen Friedhofs- und Erinnerungskultur. Die Fahrt führt über den Alten und den Neuen Israelitischen Friedhof Leipzig zum jüdischen Friedhof nach Delitzsch. Grabstätten von Personen werden besucht, die für die Musikgeschichte wichtig waren, Friedhofsbräuche werden erläutert und Musik erklingt. Unterwegs ist Zeit für ein Picknick (Kirche Podelwitz/Rackwitz, Selbstverpflegung!). Von Delitzsch führt die insgesamt 50 km lange Tour über Werbelliner See und Schladitzer See zurück nach Leipzig (Ankunft ca. 19:00 Uhr). Die Tourbegleitung übernimmt der ADFC Leipzig.

Die Teilnahme an einer Führung und an der musikalischen Darbietung ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich. Weitere Informationen mit den voraussichtlichen Zeiten dazu folgen.

Wir bitten gemeinsam mit der jüdischen Gemeinde die männlichen Teilnehmer, auf den jüdischen Friedhöfen eine Kopfbedeckung zu tragen. 

Informationen zu Jüdischen Friedhöfen in Sachsen sind hier zu finden: http://www.alemannia-judaica.de/sachsen_friedhoefe.htm

Länge der Tour: 50 km

Datum: 15. August 2021, 11–19 Uhr

Ort: Augustusplatz, vor Oper Leipzig

Eintritt: frei

Projektpartner:  ADFC


Sukkot XXL

In der zweiten Septemberhälfte 2021 laden die jüdischen Gemeinden in Deutschland ein, mit ihnen Sukkot (Laubhüttenfest) als Begegnungsfest zu feiern. Auf dem Burgplatz wird es eine große Sukka als zentralen Informations- und Anschauungsort geben. Ergänzend plant der Notenspur-Verein Mitmachformate mit Schulen, Sozialeinrichtungen und Vereinen, weil man durch das Mitmachen eine andere Kultur besonders gut kennenlernt. An den dezentralen Mitmachorten können selbst Sukkas gebaut und geschmückt, Speisen gekocht und angeboten sowie erzählt, gelesen und Musik gemacht, werden. Vor allem können so  – wie in der jüdischen Tradition – Begegnungen stattfinden, indem man sich wechselseitig in „seine“ Sukka einlädt.

Wer Lust hat, sich am Mitmachformat beim bundesweiten Laubhüttenfest – Sukkot XXL zu beteiligen, zum Beispiel als Privatperson oder mit einem Verein/einer Institution, den beraten wir gern. Kontakt unter: reindl(at)notenspur-leipzig.de.

Zeitraum: 19.9.-1.10.2021


* Die Herausgabe des Schneeblumen-Taschenbuches wurde gefördert durch die Holger Koppe-Stiftung.

Herausgeberschaft Taschenbuch
„Schneeblumen – Überleben im KZ Buchenwald-Außenlager Markkleeberg“

Um die berührende Geschichte der Frauen des KZ- BuchenwaldAußenlagers Markkleeberg (siehe auch oben Schneeblumen-Gedenken am 13. April 2021) als eine besondere Leipziger Geschichte zu verbreiten und sie generationsübergreifend nutzen zu können, wurde die Herausgabe des Schneeblumen-Taschenbuches beim Verlag Hentrich & Hentrich realisiert.

Inhalt

Die 14-jährige jüdische Ungarin Zahava und ihre Schwester Erzsike werden 1944 im KZ Auschwitz fälschlicherweise für Zwillinge gehalten, die routinemäßig für den SS-Arzt Josef Mengele ausgewählt werden. Als dieser Fehler bemerkt wird, werden die beiden Schwestern über das KZ Bergen-Belsen in das KZ Buchenwald-Außenlager Markkleeberg bei Leipzig geschickt, wo sie in der Rüstungsindustrie für die Junkers Flugzeug- und Motorenwerke Zwangsarbeit leisten müssen. Am 13. April 1945 werden die entkräfteten Frauen auf einen Todesmarsch Richtung Theresienstadt getrieben, dem Zahava und ihre Schwester unter dramatischen Umständen bei Dresden entkommen.

Zahava Szász Stessel schildert die kräftezehrende Zwangsarbeit, die Erniedrigung und den Alltag im Lager unter SS-Bewachung und erzählt zugleich, wie selbst hier Menschlichkeit und Solidarität nicht vollkommen ausgelöscht werden konnten – wie „Schneeblumen“ unter Eis und Schnee.

Das Buch enthält neben historischen Dokumenten auch eine Übersicht über alle im Lager Markkleeberg inhaftierten Frauen.

Autorin

Zahava Szász Stessel, geboren 1930 in Abaújszántó (Ungarn), wurde im Dezember 1944 in das KZ BuchenwaldAußenlager Markkleeberg bei Leipzig deportiert. Im April 1945 entkam sie einem Todesmarsch. Nach einer Odyssee durch mehrere Länder und Lager erreichte sie im August 1947 Israel, wo sie ihren späteren Mann kennenlernte, mit dem sie schließlich in die USA ging. Sie arbeitete über 15 Jahre lang an der New Yorker Stadtbibliothek und promovierte 1991 an der New York University. Sie hat zahlreiche Artikel und zwei Bücher über ihre Erfahrungen und Erlebnisse geschrieben.

Zahava Szász Stessel

Schneeblumen

Überleben im KZ Buchenwald-Außenlage Markkleeberg

Herausgegeben vom Notenspur Leipzig e.V. *

22,90 €, ISBN: 978-3-95565-445-0 April 2021

Projektpartner: Verlag Hentrich & Hentrich

Unterstützer: Flügelschlag Werkbühne e.V., Stadt Markkleeberg