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Europäische Notenspuren - Brücken bauen

75 Jahre Ende II. Weltkrieg – 18.–21.11.2020

Zur Geschichte Europas gehören die beiden verheerenden Weltkriege, die unseren Kontinent mit Gewalt überzogen. Im II. Weltkrieg verloren ca. 60 Millionen Menschen ihr Leben. Sein Ende im Jahr 1945 ist Anlass, sich 75 Jahre später auf künstlerische Weise daran zu erinnern, wie sich die Feindseligkeit in ein neues Miteinander gewandelt hat und dass ein gemeinsames Europa kein feststehender Besitz ist, sondern von uns immer wieder neu erarbeitet werden muss. Geplant war ein Gedenken seines Endes gemeinsam mit jungen europäischen Musikern, deren Voreltern den II. Weltkrieg miterlebt haben.

Angesichts der Entwicklung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie im November 2020 und den erlassenen Regelungen zu deren Eindämmung konnten die 6. Notenspur-Nacht der Hausmusik am 21. November 2020 sowie das damit verbundene Festival "Europäische Notenspuren - Brücken bauen" (18.-21. November 2020) leider nicht stattfinden.

Folgende Veranstaltungen waren geplant:

Gedenkveranstaltung im Paulinum
Mi, Buß- und Bettag, 18.11.20,19:00
2020 jährt sich das Ende des II. Weltkrieges zum 75. Mal. Dieses Ereignis läutete die längste Friedensperiode in der Geschichte Europas ein. Das Jubiläum ist Anlass, sich im November 2020 auf künstlerische Weise des damaligen Gegeneinanders zu erinnern und das erreichte neue Miteinander zu würdigen. In einer Gedenkveranstaltung im Paulinum soll das Thema „Schule und Versöhnung“ durch Wort und Klang vertieft werden. Das musikalische Rahmenprogramm wird durch junge, Musikerinnen und Musiker aus vielen Ländern gestaltet.

Da die Veranstaltung nicht stattfinden konnte, aber um dennoch dem Vergessen etwas entgegenzusetzen und die vorbereiteten Texte und einen Teil der Musik dennoch sicht- und hörbar zu machen, haben wir dieses Video aufgenommen.

Mit Spercherinnen: Victoria Findley, Michaela Henze, Lilian Prent, Laura Götz und Musikerin (Violine): Georgina Pennewaert, Belgien. Aufnahmeleitung: Susann Großmann

 

Besuche in Leipziger Schulen
Do/ Fr, 19./ 20.11.20
Weil Europa geschieht, wenn Menschen sich aufmachen, um einander zu begegnen, werden die jungen Musikerinnen und Musiker Leipziger Schulen besuchen. Dort werden sie im Musik-, Geschichts- oder Sprachunterricht Musik ihrer Heimat spielen, gemeinsam mit den Schülern musizieren und erzählen, was sie von ihren Großeltern über Europa im Krieg erfahren haben, wie sie selbst heute Europa erleben und wie sie sich für unser Zusammenleben engagieren.

 

Konzert und Gespräche in der Alten Nikolaischule (Do, 19.11.20, 19:00)
Konzert und Gespräche im Schumann-Haus Leipzig (Fr, 20.11.20, 19:00)

Junge europäische Musikerinnen und Musiker spielen Stücke aus ihren Heimatländern, erzählen von ihren Familien im II. Weltkrieg und was Europa für sie heute bedeutet. Durch aktiven Austausch soll der europäische Gedanke eines internationalen Miteinanders in kleinem Rahmen gestärkt und mit Musik verbunden werden.

 

6. Notenspur-Nacht der Hausmusik – mit europäischen Gästen
Sa, 21.11.20, 19:00
Zur 6. Notenspur-Nacht der Hausmusik werden nicht nur Leipziger Musikerinnen und Musiker beitragen, sondern auch internationale Gäste aus ehemals verfeindeten Ländern. Wenn Bürgerinnen und Bürger aus Leipzig sowie den angrenzenden Landkreisen für Sie ihre Wohnungen öffnen und ihre Musikliebe mit Ihnen und weiteren Gästen teilen, ist dies eine starke Botschaft der Aussöhnung und der verbindenden Kraft der Musik.


Mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten der Stadt Leipzig beschlossenen Haushaltes.

Mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.