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Wandelkonzert - Auf den Spuren jüdischer Musikkultur am 14. September

Auf den Spuren jüdischer Musikkultur  –  unter diesem Motto veranstaltet die Leipziger Notenspur am Samstag den 14. September ein dreiteiliges Wandelkonzert an Stationen des Notenbogens: um 16 Uhr am Mendelssohnufer - nahe des ehemaligen Standortes des Zweiten Gewandhauses, um 17 Uhr in der Gottschedstraße an der Gedenkstätte der Großen Gemeindesynagoge und um 18 Uhr in am Apels Garten am ehemaligen Standort der orthodoxen Ez-Chaim-Synagoge zwischen Otto Schill-Straße und Zentralstraße. Leipziger Musikerensembles erinnern an jüdische Musiker sowie an jüdische Musiktradition in Leipzig, die durch den Nationalsozialismus in Vergessenheit gerieten.

„Wir wollen jüdische Musiker und ihr Wirken in Leipzig wieder in das Bewusstsein der Menschen zurück holen und erlebbar machen, dass sie mitten unter uns gelebt haben“ erklärt Notenspur-Initiator Werner Schneider zum Anliegen der Notenspur.

Um für dieses Anliegen zu sensibilisieren, machen sich die Besucher des Wandelkonzertes auf den Weg zu Orten, die eine besondere Beziehung zum jüdischen Musikleben hatten. Mit unterschiedlichsten Musikgengres wird der jüdischen Musiker Leipzigs gedacht.

Leipzigs Musikleben ist besonders seit Mitte des 19. Jahrhunderts durch jüdische Bürger mitgeprägt worden, als Musiker an Gewandhaus und Oper, als Lehrende am Leipziger Konservatorium, als Chorleiter und Komponisten, Kantoren und Sänger an der Großen Gemeindesynagoge oder an der Ez Chaim-Synagoge. Die Leipziger Notenspur-Initiative widmet sich in einem Projekt dieser Thematik. Anlass des Konzertes sind die Weihen der beiden Synagogen jeweils am 10. September: 1855 – Große Gemeindesynagoge, 1922 – Ez Chaim-Synagoge.

Durch das Programm der drei Teilveranstaltungen führt Griseldis Wenner vom MDR.

KomödienBlech, ein Bläserquintett aus Musikern der Musikalischen Komödie, ehrt Mendelssohn, dessen Denkmal am heutigen Mendelssohnufer stand und 1936 zerstört wurde. An dieser Stelle wird auch des Gewandhauskapellmeisters Bruno Walter gedacht, dem 1933 der Zutritt zu seiner Wirkungsstätte verwehrt wurde.

Der Leipziger Synagogalchor erinnert an der Gedenkstätte der großen Gemeindesynagoge in der Gottschedstraße mit seinem Repertoire an Kantoren dieser Synagoge und an die Musik der jüdischen Gemeinde.

Am ehemaligen Standort der Ez Chaim-Synagoge – ein noch unwürdiger Platz hinter dem Supermarkt in der Otto-Schill-Straße – spielt das Klezmer-Ensemble „Rozhinkes“ und erinnert an die jüdisch-orthodoxen Gemeindemitglieder, die zu einem großen Teil aus Osteuropa nach Leipzig kamen.

Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung findet OpenAir statt. Bei Regenwetter stehen Räume in der Nähe der Konzertorte bereit (Bundesverwaltungsgericht, Thomaskirche, Theaterhaus Schille).

Gefördert wird das Wandelkonzert durch das Kulturamt der Stadt Leipzig.

Weitere Informationen zu den Konzertorten, die Stationen des Notenbogens sind, erfahren Sie unter www.notenspur-leipzig.de/notenbogen.