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Gert-Triller-Preis / Auslobung 2018

Gert-Triller-Preis für Musikkultur

Ziel der Auslobung

Notenspur Leipzig e.V., Musikpavillon, Fa. E. Wiedenmann e.K., und die Agentur für Begleitmusik & Konzerte, Mike Demmig, loben gemeinsam den „Gert-Triller-Preis für Musikkultur“ aus. Die Auslober wollen damit die Erforschung und Entwicklung der Leipziger Musikkultur fördern und das finanzielle Engagement von Gert Triller für die Leipziger Notenspur-Initiative würdigen.

Der Widmungsträger des Preises

Gert Triller, geb. 1934, ist im Oktober 2015 nach langer Krankheit 81-jährig verstorben. Er hat den gemeinnützigen Notenspur-Förderverein (jetzt: Notenspur Leipzig e.V.) in seinem Testament als Teilerben eingesetzt, ohne dass der Verein davon wusste und ohne dass vor dem Tod ein direkter Kontakt zum Notenspur-Verein bestanden hätte.

Gert Triller hat fast sein ganzes Leben beim Schwermaschinenkombinat TAKRAF gearbeitet. Dort war er für die Transporte der Schwerlastkräne verantwortlich und oft selbst als Kranfahrer tätig.

Viel lieber als in Konzertsälen war er im Grünen unterwegs.

Gert Triller ist Beispiel für die vielen Leipzigerinnen und Leipziger, die nie im Rampenlicht stehen und sich dennoch unbemerkt für Leipzig engagieren. In bester Leipziger Tradition bewirkt Gert Triller auch über seinen Tod hinaus Gutes für Leipzig.

Der Gert-Triller-Preis wird für Arbeiten zur Erforschung der „Musik im Grünen“ in Leipzig zum zweiten Mal und in zwei Themenkreisen ausgelobt.

Inhalt der Bewerbungsbeiträge

Im 19. Jahrhundert entstand eine aus verschiedenen Quellen wie Aufklärung, Naturphilosophie und Romantik gespeiste Bewegung, in der sich auch die Bewohner der Städte wieder als Teil der Natur verstanden und das Naturerleben für alle Bevölkerungsschichten erstrebenswert war. In den Dörfern, Auen und Parks rings um Leipzig entstanden Orte des Verweilens in der Natur, die gleichzeitig dem Kulturgenuss dienten. Kuchengärten, Ausflugslokale und Pavillons waren häufig Orte regelmäßiger Musikausübung. Diese Thematik ist bisher kaum systematisch erforscht worden, so dass viel musikwissenschaftliche und kulturgeschichtliche Erkundungsarbeit zu leisten ist.

Der Zeitraum, auf den sich die Bewerbungsbeiträge beziehen, soll durch die großen gesellschaftlichen Umbrüche begrenzt sein, die durch den Siebenjährigen Krieg und 1. Weltkrieg markiert sind. Der Bogen in diesem bisher vernachlässigtem Themengebiet spannt sich vom musikalisch begleiteten Volksvergnügen, dem Vogelschießen der Barockzeit über Kintschys Schweizerhaus im Rosental, dessen musikalische Veranstaltungen häufig von Lortzing, Schumann und Wagner besucht wurden, bis zur Einweihung des Musikpavillons 1912 im damaligen König-Albert-Park und den Parkkonzerten der Militärkapellen. Die eingereichten Arbeiten müssen sich nicht auf den gesamten benannten Zeitraum beziehen.

Die Ausschreibung im Jahr 2018 fokussiert auf die folgenden Themen:

1. Musik im Freien: Gastwirtschaften, Kaffeegärten

oder

2. Musik im Freien: Messen, Gewerbeausstellungen

Themenkreis 1:

Wo gab es Gastwirtschaften und Kaffeegärten in Leipzig mit Musik im Freien?

Mit welchem musikalischen Repertoire?

Welche Primärquellen, welche Darstellungen gibt es zum Thema?

Von welchen Bevölkerungsschichten wurden sie bevorzugt aufgesucht?

Welche Verbindungen gab es zwischen diesen Orten?

Welche Rolle spielte Kultur im Grünen bei der Stadtentwicklung und in der Stadtpolitik?

Themenkreis 2:

Welches musikalische Angebot gab es zu den Messen und Gewerbeausstellungen für die Besucher?

Wer hat musiziert, welche Musikinstrumente erklangen?

Gibt es davon erhaltene Programme? Welche Gattung bzw. welche Stücke oder Komponisten waren besonders populär?

Welche Primärquellen, welche Darstellungen gibt es zum Thema?

Welche Rolle spielte Musik im Freien insbesondere zu den Messen und Gewerbeausstellungen in den Angeboten der Musikverlage?

Teilnahmeberechtigung und Einreichung

Dem Anliegen des Erblassers gemäß soll die Auslobung einen breiten Kreis möglicher Interessenten ansprechen. Eingereicht werden können Einzelarbeiten, z.B. von Personen mit musikwissenschaftlichem oder kulturgeschichtlichem Fachwissen, aber auch Gruppenarbeiten, z.B. von Studierenden oder Arbeitsgruppen der Seniorenakademie.

Einzureichen sind die Bewerbungsarbeiten in digitaler Form auf Datenträger und zusätzlich als Printversion. Gliederung und Formatierung sind nicht vorgeschrieben.

Die einzureichenden Beiträge umfassen:

1. den Bewerbungsbeitrag, der mit einer frei gewählten 6-stelligen arabischen Ziffernfolge (Kennzahl) versehen ist.

2. die unterschriebene Teilnahmeerklärung in einem undurchsichtigen, verschlossenen Umschlag, der mit der gleichen Kennzahl versehen ist.

Die Arbeiten sind unter dem Stichwort „Gert-Triller-Preis für Musikkultur“ anonym und kostenfrei für die Auslober unter folgender Adresse einzureichen:

Notenspur Leipzig e.V. c/o Universität Leipzig

Grimmaische Straße 12 04109 Leipzig

Einsendeschluss der Arbeiten: 31.08.2018

Als Zeitpunkt der Einsendung gilt der Tagesstempel der Post oder des Kurierdienstes, welcher im Zweifelsfall unwiderlegbar durch die Einreicher nachgewiesen werden muss.

Die Beiträge werden nach Abschluss des Bewertungsverfahrens nicht zurückgesandt, sondern gehen in das Eigentum der Auslober über.

Auswahlverfahren

Die Jury bewertet die Einsendungen hinsichtlich Originalität, Erkenntnisfortschritt, Quellenerschließung sowie Einhaltung der Kriterien guter wissenschaftlicher Praxis. Bei Gruppenarbeiten wird außerdem die inhaltliche Konsistenz der Einzelbeiträge, deren Einbeziehung in die Gesamtaussage und das gruppenspezifische Vorwissen in die Beurteilung einbezogen.

Die Jury wählt die Preisträger im Rahmen einer geschlossenen Sitzung. Die Entscheidung der Jury ist endgültig. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Preise

Die Preissumme beträgt insgesamt 1.500 Euro.

Die Jury kann maximal drei Preise vergeben und die Preissumme entsprechend aufteilen. Die maximale Gesamtsumme der Preise beträgt unabhängig von der Anzahl der vergebenen Preise 1.500 Euro. Der 1. Preis muss mindestens 750 Euro betragen. Die Anzahl der vergebenen Preise ist unabhängig von der Anzahl der eingereichten Bewerbungsbeiträge.

Jeweils ein Drittel der Preissumme wird von Notenspur Leipzig e.V. aus der Erbschaft Gert Triller, dem Musikpavillon, Fa. E. Wiedenmann e.K., und der Agentur für Begleitmusik & Konzerte, Mike Demmig, übernommen.

Jury

Die Jury wird von den Auslobern berufen.

Benachrichtigung und Preisübergabe

Die Preisträger werden schriftlich benachrichtigt.

Die Preisübergabe ist im Rahmen eines Konzertes des Musikpavillons im Herbst 2018 geplant. Außerdem werden die Preisträger auf der Homepage der Veranstalter vorgestellt.

Urheberrecht und Übertragung der Nutzungsrechte

Die Teilnehmer versichern mit dem Einreichen ihrer Beitrage und der unterschriebenen Teilnahmeerklärung, alleinige Urheber des Bewerbungsbeitrages zu sein und über die Wettbewerbsarbeit sowie alle an ihr bestehenden Nutzungsrechte frei verfügen zu können.

Der Veranstalter hat das Recht, die Arbeiten der Teilnehmer unter Nennung der Autoren und ohne weitere Vergütung im Ganzen oder in Auszügen zu veröffentlichen und für die Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen. Das Urheberrecht der Einreicher wird hiervon nicht berührt.

Rückfragen

Prof. Dr. Werner Schneider, Notenspur Leipzig e.V., E-Mail: schneider@notenspur-leipzig.de

Anlage Teilnahmeerklärung

Gert-Triller-Preis für Musikkultur – Auslobung

Ziel der Auslobung 

Notenspur Leipzig e.V. und Musikpavillon, Fa. E. Wiedenmann e.K., loben gemeinsam einen Gert-Triller-Preis für Musikkultur aus. Die Auslober wollen damit die Erforschung und Entwicklung der Leipziger Musikkultur fördern und das Engagement von Gert Triller für die Leipziger Notenspur-Initiative würdigen. 

Der Widmungsträger des Preises 

Gert Triller, geb. 1934, ist im Oktober 2015 nach langer Krankheit 81-jährig verstorben. Er hat den gemeinnützigen Notenspur-Förderverein in seinem Testament als Teilerben eingesetzt, ohne dass der Verein davon wusste und ohne dass vor dem Tod ein direkter Kontakt zum Notenspur-Verein bestanden hätte. 

Gert Triller hat fast sein ganzes Leben beim Schwermaschinenkombinat TAKRAF gearbeitet, wo er die Transporte der Schwerlastkräne verantwortete und oft auch selbst als Kranfahrer tätig war. 

Viel lieber als in Konzertsälen war er im Grünen unterwegs. 

Gert Triller steht für die vielen Leipzigerinnen und Leipziger, die nie im Rampenlicht standen oder stehen und sich dennoch unbemerkt für ihre Stadt engagieren. In bester Leipziger Tradition bewirkt Gert Triller auch über seinen Tod hinaus Gutes für Leipzig. 

Inhalt der Bewerbungsbeiträge 

Die erstmalige Vergabe des Gert-Triller-Preises wird für Arbeiten zur Erforschung der „Musik im Grünen“ in Leipzig in der Zeit zwischen den Befreiungskriegen und dem 1. Weltkrieg ausgelobt. 

Im 19. Jahrhundert entstand eine aus verschiedenen Quellen wie Aufklärung, Naturphilosophie und Romantik gespeiste Bewegung, in der sich auch die Bewohner der Städte wieder als Teil der Natur verstanden und das Naturerleben für alle Bevölkerungsschichten erstrebenswert war. In den Dörfern, Auen und Parks rings um Leipzig entstanden Orte des Verweilens in der Natur, die gleichzeitig dem Kulturgenuss dienten. Kuchengärten, Ausflugslokale und Pavillons waren häufig Orte regelmäßiger Musikausübung. Diese Thematik ist bisher kaum systematisch erforscht worden, so dass viel musikwissenschaftliche und kulturgeschichtliche Erkundungsarbeit zu leisten ist. 

Der Zeitraum, auf den sich die Bewerbungsbeiträge beziehen, soll durch die großen gesellschaftlichen Umbrüche begrenzt sein, die durch Befreiungskriege und 1. Weltkrieg markiert sind. Der Bogen in diesem bisher vernachlässigten Themengebiet spannt sich von Kintschys Schweizerhaus im Rosental – dessen musikalische Veranstaltungen häufig von Lortzing, Schumann und Wagner besucht wurden – über die Parkkonzerte der Militärkapellen bis zur Einweihung des Musikpavillons 1912 im damaligen König-Albert-Park. 

Die eingereichten Arbeiten müssen sich nicht auf den gesamten benannten Zeitraum beziehen. 

Nachgegangen werden kann u.a. folgenden Fragestellungen: 

Welche Orte im Grünen mit welchem musikalischen Repertoire wurden von welchen Bevölkerungsschichten häufig aufgesucht? 
Welche Musiker spielten dort? 
Welche Verbindungen gab es zwischen diesen Orten? 
Welche Rolle spielte Kultur im Grünen bei der Stadtentwicklung und in der Stadtpolitik? 

Teilnahmeberechtigung und Einreichung 

Dem Anliegen des Erblassers gemäß soll die Auslobung einen breiten Kreis möglicher Interessenten ansprechen. Eingereicht werden können Einzelarbeiten, z.B. von Personen mit musikwissenschaftlichem oder kulturgeschichtlichem Fachwissen, und Gruppenarbeiten, z.B. von schulischen Arbeitsgemeinschaften oberer Klassenstufen oder Arbeitsgruppen der Seniorenakademie. 

Einzureichen sind die Bewerbungsarbeiten in digitaler Form auf Datenträger und zusätzlich als Printversion. Gliederung und Formatierung sind nicht vorgeschrieben. 

Die Bewerbungsbeiträge sind unter dem Stichwort „Gert-Triller-Preis für Musikkultur“ kostenfrei für die Auslober unter folgender Adresse einzureichen: 

Leipziger Notenspur Leipzig e.V. 
c/o Universität Leipzig 
Grimmaische Straße 12 

04109 Leipzig 

Einsendeschluss der Bewerbungsbeiträge: 31.03.2017 

Als Zeitpunkt der Einsendung gilt der Tagesstempel der Post oder des Kurierdienstes, welcher im Zweifelsfall unwiderlegbar durch die Einreicher nachgewiesen werden muss. 

Die Bewerbungsbeiträge werden nach Abschluss des Bewertungsverfahrens nicht zurückgesandt, sondern gehen in das Eigentum der Auslober über. 

 

Die vollständigen Unterlagen als Download hier: