Leipziger Notenspur Leipziger Notenspur Leipziger Notenspur

Open Forum: Nationalhymnen

Ein Leitthema des Projektes „Europäische Notenspuren“ ist das Verhältnis von europäischer und nationaler Identität, das von hoher Aktualität ist und gegenwärtig in Europa intensiv diskutiert wird. Wie in einem Brennpunkt bündelt sich die angesprochene Problematik in den Nationalhymnen der Länder. Einerseits kann aus der Geschichte der Leipziger Musik in diese Diskussion eingebracht werden, dass das Verhältnis von nationaler und europäischer Identität für die durch Leipzig geprägten Musikerpersönlichkeiten nicht gegensätzlich, sondern einander ergänzend war. Andererseits wird das spannungsreiche Verhältnis von nationaler Identität und europäischer Identität und die Instrumentalisierung nationaler Identitäten durch den Nationalismus in der Ausrichtung gegen andere Nationen an den gebrochenen Geschichten der Nationalhymnen und der damit verbundenen Lebensgeschichten anschaulich. In Leipzig als einer in der ehemaligen DDR gelegenen Stadt haben viele Menschen in ihrem Leben zwei verschiedene Nationalhymnen erlebt. Hanns Eisler, der Schöpfer der Melodie der Nationalhymne der DDR, ist zudem in Leipzig geboren. Eine gebrochene Tradition hinsichtlich der Nationalhymne gibt es auch in Litauen.

In Workshops und Gesprächsforen mit Musikerinnen und Musikern sowie Bürgerinnen und Bürgern der beiden Projektpartnerländer aus Litauen und Norwegen werden ab März 2019 die Geschichte der jeweiligen Nationalhymnen und die damit verbundenen Lebensgeschichten der Bürgerinnen und Bürger musikalisch und narrativ in einem Open Forum erlebbar gemacht.


Das Projekt wird im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.