Leipziger Notenspur Leipziger Notenspur Leipziger Notenspur

Festival „Europäische Notenspuren“

Der europäische musikkulturelle Austausch wird im Herbst 2018 in Leipzig in einem dreitätigen Festival „Europäische Notenspuren“ mit Musikerinnen und Musikern aus Deutschland, Norwegen und Litauen stattfinden. Beim Zusammentreffen der Musikerinnen und Musikern aller drei Länder liegt der Schwerpunkt auf Klavier-, Kammer- und Vokalmusik. Aufführungsorte des Festivals sind die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“, die Grieg-Begegnungsstätte Leipzig e.V. sowie die Galerie The Grass is Greener in der Baumwollspinnerei Leipzig.
 


Die Komponisten Edvard Grieg (Norwegen, 1843-1907) und Mikalojus Čiurlionis (Litauen, 1875-1911) haben in Leipzig am Konservatorium der Musik (heute Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“) studiert und sind danach in Ihre Heimat zurückgekehrt. Sie haben nicht nur die musikalische Geschichte Leipzigs bereichert – Grieg sogar bis an sein Lebensende durch die regelmäßigen längeren Aufenthalte und die Exklusivbindung an den C.F. Peters Musikverlag –, sondern auch die kulturelle Entwicklung in ihren eigenen Ländern stark beeinflusst. Sie haben die Volksmusik ihrer Länder aufgenommen und sie verbunden mit der mitteleuropäischen Musiksprache und den Kompositionsmethoden, die sie in Leipzig kennengelernt haben. Die Pianistin und Komponistin Clara Schumann (Deutschland, 1819-1896) hat am Leipziger Konservatorium gelehrt und unternahm bereits zwischen ihrem 12. und 18. Lebensjahr mit ihrem Vater fünf Konzertreisen ins Ausland es sollten noch viele weitere folgen, allein 19 nach England, weitere führten sie nach Belgien, Holland und in die Schweiz. Damit steht sie beispielhaft für einen Austausch auf europäischer Ebene und dies bereits im 19. Jahrhundert.
Edvard Grieg, Mikalojus Čiurlionis und Clara Schumann sind deshalb Repräsentantinnen und Repräsentanten des gemeinsamen musikalischen Erbes Europas. Dieses Erbe auch gemeinsam zu teilen, ist neben dem Austausch zwischen den heutigen Musikerinnen und Musikern sowie Musikliebhaberinnen und Musikliebhabern ein wichtiges Ziel des Projektes „Europäische Notenspuren.” Das Festival präsentiert die Musik als Ausdrucksmittel sowohl nationaler als auch europäischer Identität und als verbindende europäische „Sprache“.

Konzerte

Freitag, 12.10.2018, 19:30 Uhr
Ort: The Grass is Greener auf der Baumwollspinnerei Leipzig
Musikthematischer Schwerpunkt auf M.K. Čiurlionis mit Musikerinnen und Musikern aus Litauen und Norwegen sowie der Hochschule für Musik und Theater Leipzig und Improvisationen über Themen von M.K. Čiurlionis und litauische Volkslieder durch Stephan König

Samstag, 13.10.2018, 15 Uhr
Ort: Kammermusiksaal der Hochschule für Musik und Theater
Kammermusik sowie Lieder und Stücke für Sängerinnen und Sänger sowie Klaviersolo von M.K. Čiurlionis, E. Grieg und Clara Schumann mit Musikerinnen und Musikern aus Litauen und Norwegen und der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Das Konzert wird moderiert. In der Pause werden kulinarische Spezialitäten aus Litauen und Norwegen angeboten.

Sonntag, 14.10.2018, 15 Uhr
Ort: Grieg-Begegnungsstätte
Musikthematischer Schwerpunkt auf E. Grieg mit Musikerinnen und Musikern aus Litauen und Norwegen, der Hochschule für Musik und Theater Leipzig und dem Gyldfeldt Ensemble.

Das Projekt wird im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.