Leipziger Notenspur Leipziger Notenspur Leipziger Notenspur

Auf den Spuren jüdischer Musikkultur

Zum reichen Musikerbe Leipzigs gehört die Kultur ihrer jüdischen Bewohnerinnen und Bewohner. Damit wird gleichzeitig eine europäische Perspektive auf den Austausch unterschiedlicher Kulturen gewählt, denn jüdisches Leben hat sich durch seine Diasporasituation in ganz Europa vollzogen. Der Austausch jüdischen musikkulturellen Erbes ist zudem ein prominentes Beispiel für Perioden des Gelingens und des Scheiterns im Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und gewinnt durch die gegenwärtigen Migrationsbewegungen aktuelle Brisanz. Vor allem durch die nationalsozialistische Vertreibung ist der Beitrag jüdischer Musikkultur in Leipzig nur noch wenig im Gedächtnis der Bürgerschaft präsent.

Am 19. März 2018 fanden zwei Veranstaltungen im Ariowitsch-Haus für Leipziger Schulen statt: „Wir feiern, singen, tanzen” – Musik und Bräuche im Judentum, mit denen die jüdische Musikkultur für insgesamt 200 Kinder erlebbar wurde. Mit dem Rabbiner Zsolt Balla wurde eine jüdische Schriftrolle angeschaut, es wurde gemeinsam getanzt sowie jüdisches Essen verkostet.
 


Das Projekt wird im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.